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Delir: Ein häufiges Syndrom in Alter - eine interdisziplinäre Herausforderung

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Akute Verwirrtheit - Delir im Alter. Praxishandbuch für Pflegende und Mediziner

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Von der Bettlägrigkeit zur Mobilität
Von Waltraut Weimann und Kristina Class

Viele ältere Menschen verbringen einen relativ großen Teil der Zeit im Bett. Gründe dafür können sein, daß große Bewegungen und Positionsveränderungen eine Hürde darstellen. Vielleicht haben sie bereits schlechte Erfahrungen gemacht, sind gestürzt, sind unsicher, weil sie Kreislaufprobleme haben oder sie sind müde, es fehlt ein triftiger Grund aufzustehen. Auch werden die unbewußten Bewegungen z.B. im Schlaf weniger, so dass die Bewegungsfähigkeit abnimmt.

Ziel des Workshops war es, Ihnen bewußt zu machen, wie Sie durch kleine Unterstützungen Bewegung anleiten und initiieren können. Sie haben Ideen bekommen wie Sie Selbstkontrolle und Eigenaktivität der älteren Menschen fördern und erhalten können.
Leben ist ein andauernder Anpassungsprozeß. Auf diesem Grundverständnis basiert das Konzept Kinästhetik.

Eine wichtige Quelle für das Lernen ist das kinästhetische Sinnsystem.
Hierüber werden Unterschiede von Gewicht und Körperspannung wahr genommen. Diese Unterscheidung macht es möglich sein Gewicht und Gleichgewicht zu kontrollieren (nur ein Fußdruck gegen den Boden läßt diese Fähigkeit erkennen).

Dabei sind häufig kleine Veränderungen ausreichend:
Beispiel: Ein Mensch mit Parkinson, der mit dem Rollator gehen kann, hat eine Anlaufschwierigkeit. Mit einer kleinen Gewichtsverlagerung welche von Ihnen angeleitet werden könnte ermöglicht ihm seine Spannung zu verändern und in Bewegung zu kommen.

Auch ältere Menschen lernen einerseits über dieses Sinnsystem wahrzunehmen was sie „können“ oder „nicht können“ und andrerseits neue Möglichkeiten wie sie sich einer veränderten Situation anpassen können (Beispiel: nach Oberschenkelhalsfraktur wieder an die Bettkante sitzen und mit diesem Handicap aufstehen zu lernen).

Die 6 Konzepte in der Kinästhetik ( Interaktion; Funktionale Anatomie; Menschliche Bewegung; Anstrengung; Menschliche Funktion; Umgebungsgestaltung) bieten Prinzipien, mit deren Hilfe wahrgenommen, eingeschätzt und Lösungsideen für eine Situation entwickelt werden können.

 

 
 
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