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Einleitung

Die meisten Probleme des Verdauungssystems sind nicht altersspezifisch, d.h. sie sind in der Regel nicht direkt durch die Alterungsprozesse verursacht. Sie können jedoch mit zunehmendem Alter gehäufter auftreten, und bei Symptomatologie und Komplikationen kommt es zu alterstypischen Veränderungen.

Altersassoziierte Veränderungen des Verdauungssystems und ihre Folgen sind unter anderem:

  • Es können sich Divertikel (Ausstülpungen) entwickeln, insbesondere am oberen Ende des Verdauungskanals - also an der Speiseröhre (Ösophagus) - oder aber an dessen unterem Ende, im Dickdarm (Kolon). Füllen sich diese Aussackungen mit Speisebrei, so kann es zu einer Verlegung der Speiseröhre und zu einer Fehlleitung der zugeführten Nahrung in die Luftröhre kommen. Eine Divertikulitis findet sich bei Männern häufiger als bei Frauen. Sie tritt in den Industrieländern zunehmend häufiger auf, wobei als eine der Ursachen eine ballaststoffarme Ernährung angesehen wird.
  • Unkoordinierte Peristaltik des Ösophagus bei manchen Achtzigjährigen.
  • Ösophagushernien (Durchtritt des unteren Ösophagus bzw. des oberen Teils des Magens durch einen Spalt im Zwerchfell - "Hiatushernie") treten sehr häufig auf. Als Hauptursache gilt eine geschwächte Zwerchfellmuskulatur.
  • Der Phospholipid- und der Cholesteringehalt der Gallenflüssigkeit steigt an. Dies führt zur Bildung von Gallensteinen, die sich bei alten Menschen über siebzig sehr häufig finden. In etwa der Hälfte der Fälle bleiben sie klinisch stumm, sie können aber auch die Gallengänge verlegen und damit ihr ordnungsgemäßes Funktionieren beeinträchtigen, was dann Schmerzen verursacht und eine Gelbsucht auslöst ("Verschlußikterus)").
  • Eine Atrophie der Anorektalmuskulatur und Veränderungen am Schließmuskel sowie der Elastizitätsverlust der Mastdarmwand können gelegentlich zu Stuhlinkontinenz führen.
  • Die Sensibilität der Geschmacksknospen für die Empfindungen "salzig" und "süß" nimmt ab, was zu Appetitverlust führen kann. Ebenso können Zahnprothesenträger ihre Sensibilität für saure und bittere Geschmacksempfindungen verlieren.

"Essen ist eine wichtige Komponente einer ausgewogenen Ernährung"
Fran Lebowitz

 

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Texte und Grafiken zu diesem Beitrag wurden uns freundlicherweise von
Novartis Foundation for Gerontology zur Verfügung gestellt.

 
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